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Susanne Mandl erhält das Bundesverdienstkreuz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Bundesverdienstkreuz an die Heidenheimerin Susanne Mandl verliehen. Am Dienstag hat Oberbürgermeister Bernhard Ilg im Rahmen einer kleinen Feierstunde im engsten Kreis im Rathaus die Ordensinsignien und die Urkunde der 73-Jährigen überreicht.

Susanne Mandl ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Foto: Stadt Heidenheim

Susanne Mandl engagiert sich seit zehn Jahren in hohem Maße für Menschen, die an Krebs erkrankt sind. 2011 trat sie der Gruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ bei, wirkt dort von Beginn an aktiv mit. 2015 wird sie Gruppenleiterin, investiert bis zu 40 Stunden wöchentlich in ihr ehrenamtliches Engagement. 2016 übernimmt sie auf Landesebene den stellvertretenden Vorsitz im Verband „Frauenselbsthilfe nach Krebs“. Sie bildet sich regelmäßig auf Landes- und Bundestagungen, Seminaren und Kongressen fort, eignet sich so Fachwissen an, dass sie in der Gruppe vermittelt. Mediziner und Betroffene begegnen sich so auf Augenhöhe.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg betonte in seiner Rede die Bedeutung der Heidenheimer Selbsthilfegruppen für die Betroffenen. Susanne Mandl sei die treibende Kraft dieser Heidenheimer Institution, die Betroffenen Zusammensein, Gemeinschaft und Austausch auf einem kräftezehrenden Weg biete. Für die Betroffenen entstehe so die „Gewissheit, dass keiner mit seiner Erkrankung alleine bleiben muss.“ Eine Gewissheit, die Hoffnung schaffe.

Ihr eigenes Bestreben sei es gewesen, Kompetenz der eigenen Erfahrung einzubringen, sagte Susanne Mandl in ihrer Rede. Man lerne als Betroffene sehr schnell, wo die Prioritäten liegen – und dass Krebs noch immer ein Tabu-Thema sei. „Mir ging es immer auch darum, den Neuerkrankten die Ängste zu nehmen. Zu zeigen, dass ein Leben mit oder nach Krebs lebenswert ist.“ Sie dankte allen, die sie unterstützt haben und unterstützen – vor allem ihren drei Kolleginnen in der Gruppenarbeit und den Ärztinnen Dr. Carina Paschold und Dr. Voica Ghilescu.

(Erstellt am 27. April 2021)

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